Sundowner in der Kalahari

 

Am späten Nachmittag starteten wir von der Kalahari Anib Lodge aus zum Sundowner in die Kalahari. Auf der Fahrt zum Aussichtspunkt sahen wir neben der seltenen Hoodia-Pflanze auch Strauße, Qryxantilopen und Löffelhunde. Ruckszuck versank dann später die afrikanische Sonne beim Umtrunk mit diversen Alkoholika im glutroten Kalahari-Sand. Wunderschön!

 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 

Die streng geschützte Hoodia gordonii, oft auch einfach nur Hoodia genannt, ist eine sukkulente Pflanze, die zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) gehört und nur von der Form her stark an Kakteen erinnert.

Die Buschmänner im südlichen Afrika nennen sie "Kowa". Von ihnen wird sie seit Generationen für ihre Hunger stillende Wirkung geschätzt. Ihre Legenden erzählen davon, dass sie in Notzeiten und auf langen Jagdausflügen, auf denen die Jäger das erlegte Wild nicht selbst essen, sondern für alle in ihr Dorf zurückbringen wollten, mit den leicht bitteren Spross-Stücken der Hoodia tagelang Hunger und Durst stillen konnten. Diese appetithemmenden Eigenschaften wurden erst in den 1960er Jahren bekannter, als südafrikanischen Soldaten die appetitzügelnde Wirkung auffiel. Damals hatten sie Buschleute als Fährtenleser im Angola-Krieg eingesetzt, die unterwegs fast ohne Verpflegung auskamen. Stattdessen aßen sie immer wieder ein Stück der Hoodia.

In jüngster Zeit reißt sich die Industrie um die Hoodia und um deren wirksame Substanzen, um sie gewinnbringend zu vermarkten.

 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
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